Der Zweite Weltkrieg (1939–1945) war das zerstörerischste Ereignis in der deutschen Geschichte. Unter der nationalsozialistischen Diktatur Adolf Hitlers führte Deutschland einen Angriffskrieg, der Europa und weite Teile der Welt in Mitleidenschaft zog und Millionen von Menschenleben forderte.
Am 1. September 1939 marschierte die Wehrmacht in Polen ein. Zwei Tage später erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg. Was folgte, war eine beispiellose militärische Expansion: die Besetzung Frankreichs, die Niederlande, Belgiens sowie der skandinavischen Länder im Jahr 1940.
Mit dem Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, bekannt als Unternehmen Barbarossa, eröffnete Deutschland eine zweite Front. Dieser Feldzug wurde zum blutigsten Kriegsschauplatz der Geschichte. Die Niederlage bei Stalingrad im Winter 1942/43 markierte den Wendepunkt des Krieges.
Parallel zum Krieg betrieb das NS-Regime die systematische Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden sowie anderer Bevölkerungsgruppen. In Vernichtungslagern wie Auschwitz-Birkenau wurden Millionen Menschen ermordet. Dieser Völkermord, bekannt als Holocaust oder Shoah, gehört zu den schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.
Nach der alliierten Invasion in der Normandie im Juni 1944 und dem Vormarsch der Roten Armee aus dem Osten war die Niederlage Deutschlands unabwendbar. Am 8. Mai 1945 unterzeichnete Deutschland die bedingungslose Kapitulation. Das Land lag in Trümmern und wurde anschließend in vier Besatzungszonen aufgeteilt.